Moderne Technik für die Schiedsrichter-Ausbildung

Abseits – Foul – Spielunterbrechung. In einem Fußballspiel muss der Schiedsrichter viele Entscheidungen treffen. Auch wenn er nach der theoretischen Ausbildung die Regeln aus dem Effeff kennt, stellen sich spätestens bei den ersten Einsätzen auf dem Spielfeld etliche Fragen: War das ein Handspiel? Wer darf den Eckball ausführen? Wieviel Nachspielzeit muss ich geben?

In diesen Situationen ist es nicht möglich, das Spielfeld zu verlassen und den Ausbilder zu fragen. Der Förderverein Lübecker Fußballschiedsrichter e.V. hat nun eine clevere und moderne Lösung gefunden: Headsets, die die Nachwuchs-Schiedsrichter mit erfahrenen Schiedsrichter-Paten am Spielfeldrand verbinden. So können direkt professionelle Handlungsempfehlungen zum Stellungsspiel oder Rückmeldungen zum Spielmanagement gegeben werden. Dies sorgt bei den Neulingen sowohl für fachliche als auch mentale Unterstützung. Es werden erste positive Erfahrungen auf dem Spielfeld gesammelt und das Risiko minimiert, dass Schiedsrichter-Neulinge aus Überforderung schon nach den ersten Spielen das Handtuch werfen.

Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung unterstützt die moderne Schiedsrichter-Ausbildung mit 12.490 Euro. Für unseren Vorstandsvorsitzenden Frank Schumacher eine Herzenssache, war er doch selbst 22 Jahre lang Schiedsrichter, unter anderem in der 1. Bundesliga und bei der FIFA. Er übergab die zehn neuen Headsets am 17. Juli an Alexander Roppelt, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses im KFV Lübeck, und Boris Hoffmann, Lübecks Vertreter im Schiedsrichterausschuss des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. So sind mehr Sicherheit, Selbstvertrauen und Spaß am Spiel der nächsten Schiedsrichter-Generation garantiert!